FAQ - häufig gestellte Fragen und Antworten

Fragen zur Bauchdeckenplastik
(Vorbeitung / Nachpflege / Komplikationen)

Was sollte vor der Bauchdeckenplastik-Operation beachtet werden?

Zur Vorbereitung der Korrektur bedarf es einer persönlichen Beratung, einer Untersuchung und eines medizinisch aufklärenden Gespräches. Dabei werden die Details, individuelle Besonderheiten, mögliche Komplikationen, Risiken sowie spezielle Fragen und Wünsche der Patienten erörtert.

Die gründliche laborchemische Untersuchung des Blutes soll über Leber- und Nierenfunktion, über den Zustand des Herzens, des Kreislaufs, des Stoffwechsels, des Elektrolythaushaltes sowie über den Blutstatus Aufschluss geben. Eventuell werden noch ein EKG und eine Röntgenaufnahme der Lunge angefertigt. Von den Ergebnissen wird die Art der Narkose abhängig gemacht, die für den Patienten am schonensten ist.

Sehr wichtig für die Erzielung eines guten Resultates sind die Festlegung der Schnittführung und das Anzeichnen der Haut- und Fettpartien, die entfernt werden sollen. Am Patienten werden an der Bauchhaut genaue Abmessungen vorgenommen und die späteren Hautschnitte nach Art einer Schablone vorgezeichnet.

Welche Komplikationen und Nebenwirkungen können bei einer Bauchdeckenplastik-OP auftreten?

  • Haut-Gewebeuntergang durch Durchblutungsstörung (2%)
  • Es sind sogar Todesfällen gemeldet worden, wegen Blutgerinnselverschleppung (Thromboembolien) nach Vollnarkosen (0,04%)
  • Schmerzen und Spannungsgefühle nach der Operation können mitunter länger andauern
  • Bisweilen kommt es infolge der Durchtrennung von Hautnerven zu einem vorübergehenden Taubheitsgefühl im Bereich der Oberschenkel oder Bauchdecke
  • Zur Vorbeugung gegen Thrombosen und Embolien ist das Tragen von Antithrombosestrümpfen in der ersten Zeit der nachoperativen Phase wichtig
  • Frühes Aufstehen möglichst am Abend des Operationstages, unbedingt aber am nächsten Morgen, wird gefordert
  • Trotz gewissenhaftester Blutstillung während der Operation kann sich auch nach deren Abschluss immer noch ein Gefäß öffnen und es kann sich dadurch ein Bluterguss (Hämatom) verschieden großer Ausdehnung bilden. Er ist meistens an einer gewissen bläulichen oder rötlichen Verfärbung der Haut zu erkennen. Diese Blutergüsse stellen keine Komplikation dar, sie können nur bei verschiedenen Menschen infolge verschieden starker Blutungsneigung unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
  • Wundinfektionen, die zu Eiterungen und Gewebsverlust führen können, sind dank gewebeschonender und keimfreier Operationstechnik und sehr wirksamer Antibiotika sehr selten geworden. In seltenen Fällen von ganz dünner Haut kann es im Bereich der größten Spannung zu verzögerter Wundheilung kommen. Die Verzögerung kann sich auf einige Wochen belaufen.

Worauf muss nach der Bauchdeckenplastik-Operation geachtet werden?

Ein kurzer Klinikaufenthalt ist in den meisten Fällen erforderlich (1-3 Tage). Die Lage im Bett durch leichte Erhöhung des Oberkörpers und Knierollen soll den Bauch entspannen, so dass die Wundränder spannungsfrei verheilen können. Schon am Abend des Operationstages sollen die Patienten mit Hilfe der Schwester kurz aufstehen. Vom ersten Tag nach der Operation an können und sollen sie selbst herumlaufen, am Tisch essen, zur Toilette gehen, usw.
Die Spontanschmerzen sind selbst am ersten Tag nach der Operation nur mäßig stark und Tabletten oder Zäpfchen reichen immer aus, sie zu unterdrücken. Im Allgemeinen werden als nachoperative Folgezustände Schmerz bei Bewegung und ein gewisses Zuggefühl verspürt. Diese Beschwerden verlieren sich innerhalb weniger Wochen.

Empfehlungen für das Verhalten nach der Korrektur

  • Sitzende Beschäftigung ist in der ersten Zeit am günstigsten
  • Duschen ist ca. 6-10 Tage nach der Operation mit einer speziellen desinfizierenden Seifenlösung erlaubt.
  • Während der ersten sechs Wochen sollte nicht gebadet werden.
  • Es ist ratsam, für ca. 2 Monate auch den Bauch durch ein straff sitzendes Mieder zu stützen und zu entlasten.
  • Für gute Darmtätigkeit sollte in jedem Fall durch Diät und schlackenreiche Kost gesorgt werden.
  • Die Benutzung der Sauna und des Solariums ist erst nach ca. 2 Monaten zu empfehlen.
  • Viel Bewegung, z.B. Spazieren gehen ist ratsam.
  • Mit sportlichen Aktivitäten sollten Patienten je nach Sportart (Reiten, Tennis, Kegeln, Rudern, Judo, Karate, Ballspiele, Krafttraining, Aerobic u.a.) erst nach ca. 3 Monaten beginnen. Später kann sich der Patient selbstverständlich wieder sportlich betätigen.
weitere Informationen im LexikonBauchdeckenplastik – der erschlaffte Bauch im Alter

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Privatpraxis Dr. med. Darius Alamouti